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Unser Gebiet

Wie eine große Sanduhr, die Sandkörner der unterschiedlichsten Formen und Farben enthält – so ist auch die Provinz Vercelli ein Gebiet mit ungewöhnlichen Grenzen, das den gesamten Lauf des Flusses Sesia vom Monte Rosa bis zu Po umschließt und das eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften und natürlichen Umgebungen aber auch historische und künstlerische Elemente einschließt und vielseitige und überraschende kulturelle Anstöße gibt. Und genau das ist das richtige Rezept dafür, um alle verschiedenen Arten von Touristen zu verzaubern, vom kuriosesten Typ über den wagemutigsten und den faulsten bis hin zum Genießertyp.

 

Die Ebene von Vercelli.

Das Gebiet im äußersten Süden ist fast zur Gänze mit Reis bebaut und ist bekannt für das außerordentliche Spektakel der Überschwemmung der Reisfelder im Frühjahr. Dann verwandelt sich die Ebene nämlich in ein riesiges Schachbrett mit Wasserspiegeln und hie und da schaut ein Bauerngut oder eine Pappel hervor; das ist das sogenannte „mare a quadretti" (wörtlich: Kästchenmeer).

Dieses Gebiet wird von der Stadt Vercelli, die reich an Geschichte, Kunst und Kultur ist, beherrscht. Bemerkenswert sind ihre drei Museen, das „Museo Borgogna", die zweitgrößte Pinakothek des Piemont, das „Museo Leone" mit seinen bedeutenden historischen und archäologischen Funden und das „Museo del Tesoro del Duomo", das religiöse Reichtümer und heilige Gegenstände aufbewahrt. Kostbar und antik sind auch ihre Kirchen, darunter die „Basilica di Sant’Andrea", ein seltenes Beispiel für die Verschmelzung des romanischen mit dem gotischen Stil, der Dom, der seinem Gründer, dem Heiligen Eusebius geweiht ist, mit dem majestätischen Kreuz aus der Zeit der Ottonen, das aus Holz gefertigt und mit Silber- und Goldblättern überzogen ist. Von besonderer künstlerischer Bedeutung ist auch die Kirche von „San Cristoforo" (1515); ihr Innenraum besteht aus drei Schiffen und ist mit wertvollen Fresken von Gaudenzio Ferrari geschmückt, nämlich mit dem Bild des Hochaltars „Madonna degli Aranci", den Zyklen über die Leben der Heiligen Jungfrau und der Magdalena sowie der Kreuzigung Christi.

 

Die Ländereien des Gebietes Gattinara.

In der Mitte wird die Provinz etwas schmäler, und genau hier ragen die Hügel des Gebietes Gattinara empor, die für die Produktion der hochwertigen Weintrauben der Ländereien des Nebbiolo aus dem Nordpiemont bekannt sind, aus denen die bedeutenden Weine gemacht werden, die in ganz Europa geschätzt werden: So z.B. der „Gattinara docg" oder der „Bramaterra doc.". Gattinara ist als wichtigstes Zentrum in diesem Landstrich Sitz der regionalen Weinsammlung sowie des Weindistrikts der Weine des Oberen Piemont.

 

Das Sesiatal.

Im Norden wird das Gebiet wieder weiter und umfasst auch das gesamte Tal des Sesia, das ist jener Fluss, der die spektakuläre Bühne der Kanu- und Kajaweltmeisterschaften im Jahr 2002 war und der seit jeher bei den Sportlern wegen der wunderbaren Abschnitte zur Ausübung verschiedenster Flusssportarten und seines Fischreichtums sehr beliebt ist.

Das Sesiatal, „das grünste Tal Italiens", erstreckt sich bis zum Fuße des Monte Rosa und erfüllt im Winter auch alle Ansprüche der Schneeliebhaber; man hat sogar die Qual der Wahl zwischen den verschiedenen Anlagen von Alagna Valsesia, dem Paradies der Freerider, die zum Schigebiet von Monterosaski gehören, bis zu den neuen Anlagen von „Alpe di Mera", die mittels Sessellift von Scopello aus zu erreichen sind.  Auch die Langlaufbegeisterten können zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen: die Piste in der Nähe von Scopello, der Ring von über zehn Kilometer zwischen Riva Voldobbiaund Alagna und die für nationale Wettkämpfe genehmigte Loipe in Carcoforo.

Und das ist noch nicht alles: Das Sesiatal bietet ein zauberhaftes Ambiente für Bergwanderungen und Trekking in einer unvergleichbaren Umgebung, in der die alten Traditionen der hier ansässigen Bevölkerung in vollkommenem Einklang mit der Natur überliefert werden.  Zu den beeindruckendsten Routen zählen folgende: der Aufstieg auf die Hütte „Regina Margherita", auf 4554 m die höchstgelegene Hütte Europas, oder auch die Wanderungen zwischen den Walsersiedlungen des Grandetals, des Sermenzatals und des Mastallonetals.

Große Erlebnisse gibt es hier auch für die Kunst- und Kulturbegeisterten: In Varallo, dem historischen Herzen des Tals, kann man die Kollegiatskirche „Collegiata di San Gaudenzio", den „Palazzo dei Musei" mit seiner umfangreichen Pinakothek, das naturwissenschaftliche „Museo Calderini" und die Kirche von „Santa Maria delle Grazie" mit dem Freskenzyklus über das Leben und Sterben Christi, geschaffen von Gaudenzio Ferrari, besichtigen. Mit der modernen Standseilbahn gelangt man auf den Sacro Monte von Varallo, den ältesten heiligen Berg Norditaliens, der aus ungefähr 50 Kapellen besteht, die die Passion und den Tod Christi mit Gemälden und lebensgroßen Statuen, die von großartigen Künstlern gefertigt wurden, darunter auch Gaudenzio Ferrari und Tanzio da Varallo, wiedergeben.

Im gesamten Tal verstreut finden sich verschiedene Museen, die bedeutende Beweise der örtlichen Kultur bewahren; so zum Beispiel die Gipsfigurensammlung der „Gipsoteca Della Vedova" in Rima, die dauerhafte Ausstellung des „Puncetto" in Fobello, das „Museo d’Arte Sacra" in Campertogno und das „Walsermuseum" in Alagna.