Supervulkan

Eine 290.000.000-jährige Geschichte

Der valsesianische Supervulkan, der einen Bereich vom Dorf Balmuccia bis nach Prato Sesia erfasst, war vor 290 Millionen Jahren aktiv; seine gewaltigen und imposanten Ausbrüchen, mit der Kapazität, die Atmosphäre zu verdunkeln und das Weltklima zu verändern, führten zur Bildung einer Caldera (eines Kraters), die einen Durchmesser von einigen Kilometern hatte. Nach einer Periode von Aktivität, die 10 Millionen Jahre andauerte, wurde der Vulkan inaktiv, bis er schließlich in sich selbst gestürzt ist. Als vor circa 60 Millionen Jahren Afrika und Europa gegeneinander kollidierten, nach dem Aufbrechen des atlantischen Ozeans und dem Abdriften des afrikanischen Kontinents, wurden die Alpen aufgeworfen. Aber, wie im Valsesia geschehen, führte das Auftürmen der Erdkruste dazu, dass die tiefsten Teile des Magmasystems hervortraten: und so trat das gesamte Magmasystem heraus, das einst circa 25 Kilometer unter der Erde versteckt war, und gab uns damit die Möglichkeit, Bereiche zu bewundern, die im Normalfall nicht erreichbar wären. Eine enorme Entdeckung für Geologen und Vulkanologen, die endlich die Möglichkeit haben werden zu analysieren und verstehen, was unterhalb eines aktiven Vulkans eigentlich vor sich geht.

Natürlich veranlasste die Entdeckung großes Interesse und stimulierte auch eine Reihe von intensiven Öffentlichkeitsaktivitäten: didaktische Kurse, Führungen, um dem Zulauf und der Neugierde der Interessierten Genüge zu tun, Einheimischen und auch Touristen. Auch zu diesem Thema ist es möglich eine permanente Ausstellung im Archäologischen und Paläontologischen Museum "Carlo Conti" in Borgosesia besuchen; außerdem gibt es ein Netzwerk von Karten und Informationspaneele, für die Identifizierung der Bereiche, wo der Vulkan hervortrat.

Nicht zuletzt, im Jahre 2010, wurde grünes Licht gegeben, die Prozeduren für die Konstituierung eines Geoparks in Valsesia mit Anerkennung durch UNESCO einzuleiten. Ein Geopark, wie in der Definition des European Geoparks Network ausgeführt, muss "eine gewisse Anzahl an geologischen Gebieten aufweisen, die wegen ihrer besonderen wissenschaftlichen Qualität, ihrer Seltenheit, ästhetischer Anreiz oder pädagogischen Werts wichtig sind … aber das Interesse kann auch in Archäologie, Ökologie, Geschichte oder Kunst bestehen. Es ist ein Zeichen internationaler Anerkennung von Exzellenz, synonym mit Umweltschutz und Entwicklung". Deswegen, ab September 2013 ist der "Sesia - Val Grande Geopark" – dass heißt den Supervolcano, Teil des Territoriums von Valsessera (Biella) und der Nationalpark „Val Grande" – Teil von „international Network of Geoparks UNESCO".

Für weitere Informationen über den Supervulkan, die angebotenen Initiative und die Ausflugsrouten für Besuche zu den Vulkanausbissen:

- www.supervulcano.it