Gemeinden des Gebiets

Trino

Bedeutendes Städtchen am linken Ufer des Po.

Die KircheChiesa di S. Michele (Hl. Michael) ist bis auf die Fassade überwiegend von romanischem Aussehen. An den Seiten des Chorraumes sind einige Freskenüberreste aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts zu bestaunen: Sie zeigen unter anderem das Letzte Abendmahl und byzantinische Elemente nach einer Art, die in der Lombardei weit verbreitet ist. Die heutige Pfarrkirche Parrocchia di San Bartolomeo (Hl. Bartholomäus)geht auf einen Umbau aus dem 17. Jahrhundert zurück und wurde auch später noch mehrmals baulich verändert. Hervorzuheben ist im Chorraum ein Gemälde von Pier Francesco Guala, welches den Hl. Bartholomäus bei der Taufe der Königsfamilie von Armenien zeigt (1734).Im nördlichen Abschnitt befindet sich ein Tryptichon von Gerolamo Giovenone, aus der Zeit zwischen 1510 und 1513, mit der Madonna del latte (Stillende Madonna) zwischen den Heiligen Domenicus und Laurentius.

Der Palazzo Paleologo, welcher zwischen Anfang des 14. Jahrhunderts und Ende des 15. Jahrhunderts errichtet worden war, war lange Sitz des Hofes der Paleologi, welche von 1305 bis 1532 die Geschicke der Markgrafschaft Monferrato leiteten. Einige Fresken, die man vom Dachgeschoss abgenommen hatte, wurden in den Stadratssaal des Rathauses und die städtische Bibliothek "Favorino Brunod” gebracht, die in einem Flügel des ehemaligen Klosters der Dominikaner untergebracht. Letzeres, ein majestätischer Komplex ist Teil der Kirche Chiesa di Santa Caterina d’Alessandria(Hl. Katharina von Alessandria): das Inneren ist spätgotisch.

Unter dem eindrücklichen Gang an der Seite der Pfarrkirche befindet sich der Eingang zur Kirche Chiesa di San Pietro Martire (Hl. Petrus der Märtyrer) welche eine vom Allewigen gekrönte Jungfrau und die Heiligen Petrus, Märtyrer, und Michael von Boniforte Oldoni beherbergt (1578).

Diese Kirche, die gemeinhin als Kirche Chiesa di S. Francesco (Hl. Franziskus) bekannt ist, erhebt sich an der Stelle der mittelalterlichen Kirche Santa Maria in castro. Das derzeitige Bauwerk geht auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück; dort findet man noch Bilder von Orsola Caccia (der Tochter des Moncalvo) und eine wundervolle hölzerne Sakristei aus dem selben Jahrhundert.

Die Kirche Chiesa di S. Giovanni Battista birgt in ihrem Inneren ein Gemälde von Pier Francesco Guala; die Kirche Chiesa di S. Lorenzo ist ebenfalls dem Barockstil zuzuordnen und man findet in ihrem Chorraum die Jungfrau Maria mit den Heiligen Luigi Gonzaga und Antonio Abate, ebenfalls von Guala.

Andere Kirchen sind: die Kirche Chiesa di Ognissanti (Allerheiligen) oder auch Chiesa della Misericordia(Barmherzigkeit) genannt, hat sich nur noch in ihrem Inneren den ursprünglichen Barockstil bewahrt, die KircheChiesa di S. Maria della Neve (Mariä Schnee), die Kirche Chiesa della Madonna della Divina Provvidenza (Göttliche Vorsehung) und die Kirche Chiesa della Madonna del Buon Consiglio (Guter Rat), die in ihrem Inneren reich dekoriert ist.

Das Volkskundemuseum Museo Civico "Gian Andrea Irico an der Piazza Garibaldi erzählt die gesamte Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung..

FÜRSTENTUM LUCEDIO

Neben dem majestätischen Torbogen ist auf der rechten Seite die Kirche Chiesa del popolo (Kirche des Volkes) (1741) zu sehen, die von den Mönchen außerhalb der Klostermauern errichtet war und für die laizistischen Gläubigen der Umgebung die Funktion einer Pfarrkirche übernehmen sollte.Außer dem großen Hof zieht vor allem der Komplex des heutigen Herrenhauses die Blicke auf sich, das früher der Mönchsgemeinschaft gehörte. Das lange Backsteingebäude gipfelt an seinem südlichen Ende in der Abteikirche, welche auch heute noch so zeigt, wie sie im Jahre 1766 vom Architekten und Mönch Valente da Giovanni geplant worden waren. Seit etwa zwanzig Jahren ist das Gebäude aber kein religiöser Ort mehr.

Der Campanile, der an der Südseite an die heutige Kirche angebaut ist, basiert auf einer quadratischen Basis aus der romanischen Zeit zwischen 1150 und 1175. In früheren Zeiten muss er einen weiteren Gipfel besessen haben, der wahrscheinlich im Zuge von Modernisierungsarbeiten im achtzehnten Jahrhundert abgerissen worden ist. Über den Hof erreicht man einen Bogengang, der an einen Ort führt, welcher früher der zweite Kreuzgang des Mönchskomplexes gewesen sein muss. Der Laubengang, welcher heute als Abstellraum und Lager dient, ist vor allem wegen seiner Kreuzgewölbe besonders wertvoll; durch eine enge Tür auf der rechten Seite gelangt man in die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Herrenhauses, vermutlich der älteste Teil des Klostergebäudes, der aus weiten Salons mit Kreuzgewölben besteht. Nach dem Laubengang, der auf der rechten Seite des Gebäudes verläuft und bis vor wenigen Jahrzehnten noch als Unterkunft für die Arbeiterinnen diente, gelangt man zu einem engen Durchgang, welcher, ebenfalls auf der rechten Seite zu dem ehemaligen Haupt-Kreuzgang des Klosters, der an die Abteikirche angeschlossen ist.

Beeindruckend und majestätisch ist die "Aulacapitolare" (der Kapitularsaal), die auf die Mitte des 13. Jahrhunderts zurückgeht.


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