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Santhià

Dieses bedeutende Industrie-, Landwirtschafts- und Handelszentrum in der Provinz Vercelli war mit ziemlicher Sicherheit bereits ab dem römischen Zeitalter besiedelt, wie dies archäologische Funde bezeugen.

An der zentralen „Piazza Roma" befindet sich der „Palazzo Municipale", in neoklassizistischem Baustil gemacht. Auf der rechten Seite der Piazza befindet sich die Pfarrkirche „ Parrocchiale di S. Agata", die im 10. Jahrhundert als Kollegiatskirche der Domherren gegründet wurde. Das Kollegiat wurde 1855 endgültig abgeschafft.

Das romanische Gebäude wurde erstmals im 16. Jahrhundert und später nochmals in seiner jetzigen Form in neoklassizistischem Stil 1836 wieder errichtet. Vor der Fassade befindet sich eine weite neoklassizistische Vorhalle, die Fresken mit religiösen Szenen zeigt. Der Innenraum wird von zwei großen Säulen in drei Schiffe untergliedert und das Gewölbe zeigt die „Gloria di Sant’Agata"; die Wandfresken stammen von Hartman und von Costa. Im linken Schiff befindet sich in der dritten Kapelle ein kostbares Polyptychonvon Gerolamo Giovenone (1531), das sich in zehn Bildtafeln unterteilt, die jene Heiligen darstellen, nach denen die kanonischen und wohltätigen Pfarrkirchen benannt wurden.

Im robusten Stil des 19. Jahrhunderts zeigt sich die Statue der "Sant’Agata”(1861). Auch die Orgel stammt aus dem Jahr 1861, gefertigt von den Brüdern Serassi von Bergamo.

In der Sakristei sind wunderschöne geschnitzte Schränke aufbewahrt. Unter dem Presbyterium geht man in die Krypta des „Santo Stefano", sozusagen die letzten Überreste der antiken romanischen Kirche, hinunter. Diese kahle und nüchterne Umgebung stammt aus der späten ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Im linken Flügel befindet sich ein Baptisterium mit quadratischer Grundform, 1898 von Bonelli bemalt.

Der Glockenturm sowie die Überreste der antiken Zackenmauer des kanonischen Klosters, dessen Bau Flusssteine mit Spuren von Blumenverzierungen aufweist gehen auf die spätromanische Zeit (12. Jahrhundert) zurück.

Die Kirche "Chiesa della SS. Trinità" und „degli Apostoli Pietro e Paolo" enthält einen barocken Holzaltar, der von Schnitzern aus dem Sesiatal gefertigt wurde und einen schönen geschnitzten und vergoldeten Aufsatz besitzt. Das Altarbild aus der Vercelleser Schule der Malerei aus dem 16. Jahrhundert stellt die Heilige Dreifaltigkeit, und die Apostel Petrus und Paulus dar.

Am „Corso Nuova Italia" ist rechts der Hof zu sehen, der den Turm der Teodolindabeherbergt. Dabei handelt es sich um einen zylindrischen Ziegelturm aus dem 14. – 15. Jahrhundert, sicher nicht aus der Zeit der Longobarden.

Die geschichtliche Bedeutung von Santhià bezeugen die Zinnenmauer mit Blick auf die „Piazzetta del Ss. Rosario" und das mit Türmen bewehrte Haus, der Sitz des Herzogshofes der Savoyer während der Pestepidemie im 17. Jahrhundert.

Im Auditorium von „S. Francesco" (Hl. Franziskus) befindet sich der Sitz der Galleria civica di arte moderna e contemporanea" (Galerie für moderne und zeitgenössische Kunst) , die mehr als zweihundert Gemälde beherbergt.

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