Gemeinden des Gebiets

Desana

Zum ersten Mal wurde das Städtchen kurz nach dem Jahr 1000 dokumentarisch erfasst; 1411 ging es von der Gemeinde von Vercelli in die Herrschaft von Ludovico Tizzoni über, unter dem es eine lange Blütezeit erlebte. Als Beweis für diese Blütezeit gilt die Einrichtung einer Münzprägestätte in der Nähe des Castello, das vor dem Hauptplatz emporragt. Die Münzprägestätte, die seit 1693 (in diesem Jahr wurde das Lehen an die Dynastie der Savoyer veräußert) in Betrieb war, erlangte traurige Bekanntheit durch die Fälschung von ausländischen Münzen, die von sozusagen „wenig ehrlichen" Kaufleuten in Auftrag gegeben wurden.

Zum Glück ist Desana viel bekannter für seinen edlen „Schatz von Desana", eine Gruppierung von 47 glanzvollen romanisch-gotischen Goldschmiedegegenständen, 24 aus Gold und 23 in Silber, die aus der Zeit zwischen Ende des 4. und Anfang des 5. Jahrhunderts stammen und von Vittorio Viale für das „Museo de Antichità" von Turin erworben wurden, laut dem die wahre Herkunft dieser Gegenstände ungewiss ist; möglicherweise stammen sie aus Trino. Das ist der Grund, warum im „Museo Civico" von Trino Fotografien von einigen Gegenständen, die zum Schatz gehören, aufbewahrt werden.

In der Nähe des Castello befindet sich die Pfarrkirche, die, wie eine Grabinschrift, die bei den Arbeiten zur Erneuerung gefunden wurde, bezeugt, der Jungfrau Maria und den Märtyrern Alessandro und Maurizio geweiht ist.

In der Nähe der Pfarrkirche erhebt sich die Kirche „ Chiesa dei SS. Fabiano und Sebastiano” (1618), die einen Altar und Balustraden im Barockstil enthält, an der Straße nach Tricerro findet man die kleine Kirche „Chiesetta della Beata Vergine Addolorata", in der neben einer Maria hinter dem Altar, dargestellt mit sieben Schwertern im Herzen und über dem toten Christus kniend, auch der kostbare Altar mit Marmoreinlegearbeiten zu bewundern ist.


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