Gemeinden des Gebiets

Crescentino

Die mittelalterliche Geschichte von Crescentino beginnt offiziell 1242 mit der Errichtung des Freiortes seitens der Gemeinde von Vercelli. Der Name verweist jedoch auf einen älteren Ursprung: er ist nämlich die Verniedlichungsform des lateinischen Namens Crescens. Aus dem Mittelalter blieb vom antiken Ort nur die urbanistische Anlage ( „castramentum").

Der Stadtturm („Torre Civico") wurde zwischen Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut. In der Glockenstube befindet sich die größte Glockeder Provinz Vercelli: die sogenannte „Crescentina". Auf der Piazza, auf dem bis zum 15. Jahrhundert der wöchentliche Markt abgehalten wurde, kann man die Fassade der Pfarrkirche „ Parrocchiale della Beata Vergine Assunta" bewundern, die in ihrer ursprünglichen Form im 13. Jh., zur gleichen Zeit, als der Freiort geschaffen wurde, errichtet wurde.

Geht man aus der Pfarrkirche hinaus, entlang der Via Dappiano befindet sich die Bruderschaft„Confraternita di San Bernardino".In Via San Giuseppe steht die Kirche der Orden vom Heiligen Joseph.

Bevor man den Ort verlässt, sollte man noch der Friedhofskirche von „San Pietro" (Hl. Petrus) einen Besuch abstatten. Sie wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert von den Benediktinermönchen von San Genuario in romanischem Stil erbaut.

SAN GENUARIO

Aber in der Vergangenheit war sie die älteste Benediktiner Monasteriumssiedlung in der bewaldeten Ebene von Lucedio. Die erste Monasteriumsansiedlung wurde um die Figur des lombardischen Kavaliers Gauderi im Jahr 707 gegründet. Die Abtei, die zuerst einen anderen Namen hatte, wurde „San Genuario" genannt nach der Stiftung eines Teils der angenommenen Reliquien des Sankt Januarius durch Lothar I. Mit dem Bau der benachbarten Abtei in Lucedio, fing das Abtei an, zu verfallen. Heute kann man nur wenig des Benediktiner Monasteriums sehen, wo schon vor 1600 die zentrale Axis und der Kreuzgang am Verfallen waren. Das, was übrig blieb, wurde in den Bauernhof Cascina Badia einverleibt, die hinter der Gemeindekirche steht.

Am südlichen Rand des Dorfes gibt es immer noch die massige Ruine des Kastells (heute in Privatbesitz) und den runden Turm, der "rocca” (Festung) genannt und von einer vierseitigen Gebäude umgeben wird.

Die heutige Pfarrkirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht genau dort, wo die älteste und größte Abtei einmal stand. Die Fassade, auch aus dem 17. Jahrhundert, ist sehr schön und die weiteren Reste des Gebäudes, die von außen besichtigt werden können, sind auch sehr interessant. Diese erfassen den romanischen Glockenturm und die Apsis im selben Stil. Es lohnt sich auch, hineinzugehen, denn, auch wenn etwas überarbeitet, die ursprünglichen Linien des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Gebäudes sind erhalten. Die Apsis und ihre Kapellen erinnern an die Architektur der alten Abtei. Die Seitenaltäre sind sehenswert, darunter am schönsten das Altar des rechten Schiffs mit seinen mit farbeprächtigen Intarsien dekorierten Behängen, die auch aus dem 17. Jahrhundert stammen.


Torna alla lista dei comuni