Ein bummel durch Alagna

Ein bummel durch Alagna

TypologieRundfahrten in der Stadt

Schwierigkeiten: leicht

Ausflüge zu Fuß

Empfohlene Jahreszeit: das ganze Jahr

Route um das Zentrum.
Ein Abstecher zur barocken Chiesa Parrocchiale di San Giovanni Battista (der Gemeindekirche Sankt Johann der Täufer), die aus dem 16. Jahrhundert stammt, und die auf einer älteren Kapelle aus dem Jahr 1511 errichtet wurde. Neben der Kirche befindet sich der Friedhof, wo die Grabsteine entlang den Mauern aufgestellt worden sind und Gravierungen von Daten und Texten auf Deutsch aufweisen, Zeichen der deutschen Herkunft der alten Walser-Familien. Im angrenzenden Platz befindet sich der Brunnen, der mit großen Mahlsteinen aus der alten Kreas-Mine gebaut wurde. Die Route führt dann zur kleinen Ortschaft Pedelegnohinunter: hier sind die Ruinen einer alten Burg noch zu sehen, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Struktur in Form eines Hufeisens ist noch deutlich sichtbar, und ist heute in Privatbesitz. Im nächsten Dorf Giacomolo steht noch das Haus, das der D'Enrico-Familie gehörte, Geburtsort der bekannten Künstler und Bildhauer, dazwischen auch Antonio, der eher als "Tanzio da Varallo" bekannt ist. An der südlichen Laube kann man die Eingravierung "Allein Gott die Ehre" lesen. Das Dorf Resiga ist auch von großem Interesse, wo die alte Sägemühle steht, die vom Wasser des Otro-Stroms angetrieben wird. Auch der alte Brotofen funktioniert noch. Die kleine Dorfkirche ist Sankt Antonius gewidmet. In den darauf folgenden Dörfern Reale Inferiore und Superiore sind sowohl die kleine Kirche als auch die Brotöfen perfekt konserviert. In D'Ekku ist etwas höher situiert, und tatsächlich auf einer Moräne gebaut. Die Route nimmt seinen Namen daher.

Route zwischen den höheren Dörfern.

Das Dorf Dosso befindet sich auf der Kuppe des Hangs Richtung Alagna. Es wird erzählt, dass dieses Dorf ursprünglich unter Monte Torru stand (die Spuren von Gebäuden sind noch zu sehen). Durch einen Felssturz zu Grunde gerichtet, wurde es danach in der heutigen Lage wieder aufgebaut. Die kleine und durchaus schöne Kirche von Sankt Antonius trägt eine Eingravierung mit dem Datum 1610. Der Brotofen steht neben der Kirche, und wird heute noch benutzt. Der Brunnen, aus einem einzigen Stein, trägt das Datum 1627. Das Dorf danach, Piane,kann sich seiner harmonischen strukturalen Aufstellung rühmen, die diese Walsersiedlungen charakterisiert. Das einsteinige Becken des Dorfbrunnens hat eine Aufschrift mit dem Datum 1620. Von der kleinen Kirche führt der Pfad weiter an den Mühlen entlang und bahnt sich einen Weg quer über den Hang bis nach Rusa, wo auf dem Dorfplatz sowohl der Brunnen (mit der Aufschrift 1744) als auch der Brotofen anzutreffen sind. Die kleine Kirche von Sankt Johann ist einige male ausgeraubt worden und die wertvollsten Holzskulpturen, die Teil des Altars bildeten, gestohlen. Das Datum 1406 ist auf einem der Steinportale mit Architrave mit Tropfendekoration zu lesen und dieses scheint das erste Jahr zu sein, das im Zusammenhang mit den Häusern von Alagna erwähnt wird: wahrscheinlich wurde der Stein aus einem anderen Gebäude gerettet, das von einer Lawine zerstört wurde. Die Tour geht weiter nach Goreto, wo die Fassade der kleinen Kirche von Sankt Jakob von dem aus Alagna stammenden Maler Gnifetta mit Fresken dekoriert wurde; hier ist das Datum 1687 ersichtlich. Wenn man diese historischen Häuser näher betrachtet, sieht man, mit welcher Intelligenz und technischer Erfahrung Holz eingesetzt wurde, um Lösungen für Struktur- und auch Funktionsprobleme zu finden. Der Pfad führt vom Dorf weg in den Buchenwald hinein und bekommt hier den Namen La Romantica. Montella steht auf einer grünen Terrasse, die den Besucher mit einer wunderbaren Aussicht über die Umgebung belohnt. Die kleine Kirche ist Sankt Peter gewidmet. Das untenstehende Dorf hat den Namen Casa Porazzo und ist Austragungsort der Festa del Pane (Fest des Brotes), das jeden November gefeiert wird. Der neu hergerichtete Brotofen fängt wieder an zu arbeiten, wie in alten Zeiten, das Feuer wird nachts angezündet und das Brot mit den alten Methoden gebacken, wobei der Teig übernacht gehen gelassen wird.

Route zwischen den unteren Dörfern.
Das Dorf Ponte steht nördlich von Alagna, auf der linken Bergflanke, und wird nach Überquerung einer Brücke erreicht. Im Jahr 1819 brannte das ganze Dorf ab. Nachdem es wieder aufgebaut wurde, wurden im Jahr 1948 weitere 3 Häuser von einer Überschwemmung weggetragen. Am südlichen Ende des Dorfes gibt es den alten Ofen, der heute nicht mehr benutzt wird. Die Siedlung von Pedemontemit ihrer individuellen Häusern und ihrem gesamten Gebäudekomplex weist eine merkenswerte Harmonie auf. Das Herz dieses charaktervollen Dorfes bildet der graziöse Innenplatz, der vom Dorfbrunnen und den beiden, einsteinigen Bassins mit den Daten 1540 und 1557 dominiert wird. Auf einer Seite steht das Walser Museum, ein typisches Walserhaus, das im Original konserviert wird, wo man über die alten Werkzeuge für Arbeiten auf dem Hof und im Haus staunen kann. So nimmt man an einer Zeitreise teil, und sieht den Lebensstil und auch die sozioökonomische Organisation der Walserbevölkerung aus erster Hand. Die kleine Kirche, Sankt Nikolaus gewidmet, wurde von einer Überflutung fortgetragen. Ronco befindet sich auf den steilen Hängen über Pedemonte: ein typisches Beispiel der alpinen Bauweise, wo die Häuser in Stufen gebaut wurden, damit alle von den Sonnenstrahlen profitieren konnten. Im Dorfzentrum stehen der Brunnen und der Ofen. Über Ronco kommt man nach Ronco Superiore wo in einem der Häuser der Herd immer noch in der Küchenmitte steht. Nebenan gibt es den Stall; der Heuboden und Speicher, der weiter nach innen war, steht auf niedrigen Holzfüßen, damit er nicht auf der Erde stand. Diese Tatsachen konfirmieren die Theorie, dass Ronco das älteste Dorf Alagnas ist. In der Tat, in fast allen ländlichen Walserhäusern um Alagna herum wurde der Herd nach außen gebaut und die Wärme mittels eines Steinofens nach innen transportiert. Von Pedemonte aus sind Uterio und San Nicolao nach Überquerung einer Brücke über den Rio Mud zu erreichen. Weiter unten, unter den Häusern von Uterio, sind zwei kleine Mühlen wieder hergerichtet worden, und weiter Richtung des Flusses steht der Brotofen, der heute noch benutzt wird. Von San Nicolao aus führt der Pfad weiter Bergauf in Richtung von Merletti. Dieses Dorf ist in zwei aufgeteilt: Inferiore, das links des Weges steht und Superiore, das sich weiter Bergauf Richtung der Feldsparwerke befindet.