Handwerk

Handwerk

Das Handwerk im Sesiatal darf sehr wohl als Kunsthandwerk bezeichnet werden, denn es zeugt von Talent und Kreativität, welche die Tradition seit dem 15. Jahrhundert aus der Werkstätte des Sacro Monte in Varallo hervorgebracht hat.

Hier haben neben den großen Künstlern zahlreiche Tischler, Schmiede, Glaser, Steinhauer und Stuckateure gewirkt, die ihre Fähigkeiten von Generation zu Generation überlieferten und dieses phantasievolle Arbeit zu einem Teil des Charakters des Sesiatales machten, was auch Luigi Ravelli in seinem bekannten „Guida della Valsesia" (Führer des Sesiatal) bestätigt.

Im 19. Jahrhundert steigt auch durch die Gründung von Einrichtungen wie der„Società d’Incoraggiamento allo Studio del Disegno" (Verein zur Förderung des Studiums der Malkunst) im Sesiatal und der „Scuola Barolo" (Schule von Barolo) mit einer Werkstatt für Holzskulpturen, deren Ziel die Förderung der Jugend ist, das Ansehen des Handwerks.

Die „Società Operaia di Mutuo Soccorso" (Arbeitervereinigung zur gegenseitigen Hilfe), die 1859 gegründet wurde, beschäftigt sich auch heute noch hauptsächlich damit, das für das Sesiatal typische Handwerk zu schützen und zu fördern. Sie führt die „Bottega dell’ Artigianato" (Handwerksladen) in Varallo, der Produkte aus der Region anbietet; sie garantiert die Echtheit der Waren und sie bewirkt mittels der Abhaltung von Kursen, dass alte Techniken wie das „Puncetto" (eine besondere Stickkunst), der „scapin valvesiano" (Technik zur Herstellung von handgefertigten Stoffpantoffeln aus dem Sesiatal), Holzschnitzerei, Terrakotta- und Holzbrandtechniken nicht in Vergessenheit geraten.