Die Entdeckung des Flusses Po

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TypologieRundfahrten in der Reis

AUF ENTDECKUNG DES FLUSSES PO:natur und reisfelder UNWEIT VOM MONFERRATO

Der Fluss Po durchfließt in der Provinz Vercelli hauptsächlich landwirtschaftlich genutztes Land mit vielen Ortschaften. Der Fluss trennt und vereint zugleich die zwei unterschiedlichen Landschaften an seinen Ufern: die Ebene der Reisfelder und die grünen Hügeln des Monferrato. Mit diesem Rundweg können Sie das faszinierende Gebiet zwischen Trino und Crescentino, wo Fluss und Reisfelder mit einander verschwimmen, kennenlernen und die kleinen Dörfer, Wälder und Bauernhöfe entdecken.

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1 Der Fluss Po und der Flusspark

Der Po ist mit seinen 652 Kilometern der längste Fluss Italiens. In dem Abschnitt zwischen Crescentino und Trimo trennt der Fluss Gebiete, die zwar in Hinsicht auf Lebensraum, Geschichte und Tradition sehr unterschiedlich, aber trotzdem seit dem Altertum miteinander verbunden sind: Auf der einen Seite die Hügel des Monferrato und auf der anderen die weiten Wasserflächen der Reisfelder des Vercellese. Der Kontrast dieser zwei Welten, die der Fluss vereint, ergibt eine eindrucksvolle Landschaft, vor allem im Frühjahr, wenn die Reisfelder mit Wasser gefüllt werden und die Hügel mit dichtem Wald bedeckt sind. Der zum Schutz der letzten natürlichen Flussgebiete 1990 gegründete Naturpark „Parco Fluviale del Po tratto vercellese/alessandrino” setzt sich aus mehreren Schutzgebieten zusammen, die sich von Crescentino bis zum Zusammenfluss des Sesia mit dem Po im Gebiet von Alessandria erstrecken. Durch dieVielfalt der dort lebenden Pflanzen- und Tierwelt ist er eine naturalistische Attraktion und ein besonders für Freunde des Birdwatching interessanter Park, die hier die vielen sesshaften Vogelkolonien und die größten Kolonien an Seeschwalben Europas beobachten können. In der Nähe des Flusses und in den Schutzgebieten gibt es markierte Wege, Hütten und Rastplätze, von denen aus man die "Bewohner" des Parks genauer beobachten und ein wenig Relax in der Natur genießen kann.

2 Crescentino

Die am Zusammenfluss der Flüsse Po und Dora Baltea gelegene Stadt Crescentino war im Mittelalter ein bedeutender Burgfrieden, was auf ihre günstige Position zurückzuführen ist, die ihr die Kontrolle über die Verkehrswege zwischen dem Monferrato, dem Vercellese, Asti und Torino erlaubte. Im Stadtzentrum mit dem mittelalterlichen Stadtgrundriss, ist das Wahrzeichen des Städtchens zu finden: Die Torre Civica aus dem 14. Jahrhundert. Auf diesem Turm hängt die „Crescentina", die größte Glocke der Provinz Vercelli. Sehenswert sind auch die Pfarrkirche Beata Vergine Assunta und die mitten im Grünen stehende Wallfahrtskirche Santuario della Madonna del Palazzo. Nicht weit vom Ort entfernt befindet sich der Naturpark Isola S. Maria, eines der Schutzgebiete des Flusspark des Pos.

3 Fontanetto Po

Dieses wichtige Landwirtschaftszentrum an der Grenze der Provinz Vercelli und ist die Geburtsstadt von Giovan Battista Viotti, einer der größten Musiker des 18. Jahrhunderts. Der Ort Fonanetto Po hat seinen Namen von den zahlreichen Fontanili (Grundwasserquellen) in diesem Gebiet erhalten und verwahrt ein wahres romanisch-gotisches Juwel des Vercellese, die Kirche S. Sebastiano. Sehr interessant entlang der Via Viotti, an der das mit einem Gedenkstein versehene Geburtshaus von Viotti steht, ist die Pfarrkirche S. Martini mit dem beeindruckenden 56 Meter hohen Glockenturm romanisch-normannischem Baustils.

4 Alte Mühle – Reismühle „S. Giovanni"

In der Nähe von Fontanetto Po befindet sich die Alte Mühle – Reismühle S. Giovanni, die der letzte Zeuge für eine mit Wasserkraft angetriebene Reismühle dieder Provinz Vercelli ist. Die Reismühle schloss ihre ursprüngliche Tätigkeit in den neunziger Jahren und ist seit 2004 Teil des Ökomuseums „Ecomuseo delle Terrre d’Acqua". Die Anlage kann nach Voranmeldung besichtigt werden, in der die alten Verarbeitungsmethoden des Reises kennengelernt und die durch die Wasserkraft angetriebenen Maschinen bestaunt werden können.

5 Palazzolo Vercellese

Das kleine Bauerndorf Palazzolo Vercellese wurde von den Römern entlang der Via Ticinum-August Taurinorum begründet, die entlang des Pos verlaufend Turin mit Pavia verband. Hier ist die Pfarrkirche San Germano mit den Kirchplatz zu besichtigen und ein eigenartiges Flugzeug aus Beton am Eingang des Dorfes. Das dreimotorige Flugzeug, das aufgrund seiner Größe gewiss nicht unbemerkt bleibt, war einst die Dusche des Ferienheims für Heliotherapie, die sich am Fluss Po befindet, benutzt. Richtet man den Blick vom Dorf aus auf die Hügel des Monferrato ist es möglich die herrlichen zerfurchten Hängen mit den spektakulären und steilen Wänden, die vom Regenwasser geformt worden waren, zu sehen.

6 Trino

Am Fuße der Hügel des Monferrato befindet sich Trino, ein interessanter Ort der unteren Ebene des Vercellese mit einer langen Geschichte. Trino war Hauptsitz des Lehnsguts der Adelsfamilie der Paleologi, die das Schicksal der Markgrafschaft des Monferrato von 1305 bis 1532 bestimmte. Aus dieser Zeit sind in der Stadt viele künstlerische und architektonische Zeugnisse zu finden. Der Palazzo Paleologo, Sitz des Hofes der Paleologi, zeigt für den Piemont einmalige maurische Dekorationselemente; die im Mittelalter gegründete Kirche San Bartolomeo; die etwas außerhalb von Insula gelegene Kirche San Michele in Insula bewahrt noch heute ihre romanische Form. Um die Geschichte von Trino besser kennenzulernen, bietet sich ein Besuch im Stadtmuseum Museo Civico „G.A. Irico" im Ortszentrum an, in dem zahlreiche lokale Fundstücke aufbewahrt werden. Nicht weit von Trino entfernt befindet sich der "Bosco delle Sorti della Partecipanza di Trino" und die Abtei von Lucedio.

Unbedingt zu besichtigen: Sicht auf die Reisfelder vom Montferrato

Von Crescentino oder Trino aus kann man sich zu den Hügeln des unteren Monferrato begeben, die herrlichen panoramareichen Straßen entlangfahren, die an vielen Stellen herrliche Aussichten auf den Fluss Po und die Ebene der Reisfelder des Vercellese bieten. Dieser Rundweg ist besonders an klaren Frühjahrstagen empfehlenswert, wenn die wassergefüllten Reisfelder das einmalige Schauspiel des "Mare a Quadretti" (Meer aus Quadraten bilden), hinter dem im Hintergrund die Alpen und der Monte Rosa krönen. Die besten Stellen, um diese einmalige Landschaft zu bestaunen sinddie Festung „Rocca di Verrua Savoia", das Schloss von Gabiano, die Pfarrkirche von Cantavenna, die kleine Ortschaft Rocca delle Donne und das Schloss Camino.

Quadratisches MeerFontanetto PoReisfelder und Alpen